Die Geschichte des Klarissenklosters in Mekinje

Schon am 3. Oktober 1287 wurde von Seyfried von Gallenberg bei seiner Schlosskapelle in Mekinje mit Bestätigung des Pfarrers aus Stein, Manfred della Torre, eine Kaplanei gegründet.

Die Gründung des Klosters
Am 9. Oktober 1300 wurde von Seyfried Gallenberg und seiner Gattin Elisabeth (geb. Rabensperch) in Münkendorf das erste Kloster des St. Klara Ordens in Krain und überhaupt auf slowenischem Gebiet gegründet.
Als wirtschaftliche Grundlage erhielt das Kloster ein ziemlich großes Vermögen: neben dem Klostergebäude in Münkendorf, auch 13 Huben, vier Käsereien, das Recht auf die Holzbesorgung aus den umgebenden Wäldern, einige Wiesen, Bäche und Obstgärten. In der Stiftungsurkunde wird auch geschrieben, dass bei dieser Klostergründung die kleinen Brüder des Hl. Franziskusordens - die Minoriten - (wahrscheinlich aus Ljubljana/Laibach) geholfen haben.

Das Klarissenkloster Münkendorf lag auf dem Gebiet des oberkrainischen Archidiakonats des Patriarchats von Aquileia. Das Kloster wurde der bischöflichen Jurisdiktion unterworfen, und deswegen musste jede neu gewählte münkendorfische Äbtissin vom aquileiischen Patriarchen geistlich bestätigt und in ihr Amt eingeführt werden. Für die "weltliche" Bestätigung und Investitur war die Familie der Klostererbvogte und Stifter, die Gallenberger, zuständig. Die geistliche Führung des Klosters lag zuerst in den Händen der Minoriten (aus Laibach) und vom Jahre 1629 an in den Händen der Franziskaner (aus Kamnik / Stein).
Bezüglich der Privilegien muss angeführt werden, dass dem Kloster in Minkendorf zu Beginn seitens der weltlichen bzw. bischöflich-kirchlichen Obrigkeit (vor allem seitens des Patriarchen in Aquileia) nicht so viele Privilegien übertragen wurden wie z.B. dem Dominikanerinnenkloster in Michelstetten/Velesovo.
Am 20. August 1301 verzichteten alle Kinder des verstorbenen Stifters Seyfried von Gallenberg "perpetuis temporibus" auf das Patronatsrecht über die Kapelle "Unsere Liebe Frau", die in Münkendorf neben dem Kloster stand, und übergaben sie den Schwestern. Sie erhielten dafür die Erbvogtei über das Klarissenkloster. Dies wurde am 13. Dezember 1301 auch vom damaligen Papst Bonifaz VIII. bestätigt. 1307 wurde die Kirche auch in den Besitz des Klosters einverleibt, wozu der Abt des Klosters Obernburg/Gornji grad (Untersteiermark) vom Kardinal Napoleon bevollmächtigt wurde.
Die Gallenberger behielten sich jedoch das Recht vor, ihre verstorbenen Familienmitglieder in der Kirche in Minkendorf beizusetzen. Diese war bei der Klostergründung aus Holz, und an deren Stelle wurde 1456 eine gemauerte gotische Kirche gebaut, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts barockisiert und vergrößert wurde
Ins Kloster traten vor allem adlige und reiche bürgerliche Mädchen aus Krain, teilweise auch aus der Steiermark, Görz und Kärnten ein. Weil bei diesem Kloster eine der Eintrittsbedingungen die Kenntnis der lateinischen Sprache war, teilten sich die Schwestern in diesem Kloster nicht in so genannte "Chorschwestern", die das lateinische Brevier beten konnten, und in so genannte "Bei-Schwestern" oder Schwestern-Laikerinnen, die nicht im Chor das Brevier beten konnten, sondern es gab nur Chorschwestern.
In der Kapelle St. Koloman in der münkendorfischen Kirche sind noch heute Wappenfresken der ehemaligen münkendorfischen Äbtissinnen erhalten - allerdings in nicht chronologischer Reihenfolge. In der heutigen Pfarrkirche (ehemalige Klosterkirche) befinden sich auch viele verschiedene Grabdenkmäler, weil die Adligen, vor allem die Gallenberger, sich oft in der Kirche begraben ließen. In der Klosterkirche wurden auch hl. Messen, Anniversarien und Gebete für die Wohltäter des Klosters durchgeführt.
Im Kloster lebten Klarissinnen-Urbanistinnen, die auch größeren Besitz haben durften. Das Vermögen des Klosters wuchs am Anfang seines Bestandes im Vergleich mit dem Dominikanerinnenkloster Michelstetten ziemlich langsam, steigerte sich aber später und betrug in der Mitte des 18. Jhs. ungefähr 233 Huben, viele Mühlen, Walksteine und Wälder im Tal der Steiner Feistritz. Das Kloster hatte auch das Recht die Zehnte von einigen Huben einzunehmen. Von Erzherzog Albrecht III. wurde dem Kloster die niedere Gerichtsbarkeit über seine Untertanen gegeben (nicht aber Acht und Bann).
Der Protestantismus hatte das Kloster sehr beeinflusst. Die wichtigste Rolle dabei spielten die Gallenberger, die sehr eifrige Lutheraner waren. Schon im Jahre 1560 wurde der Klosterkaplan Georg Pankowitsch wegen Protestantismus angeklagt. Den größten Aufschwung nahm der Protestantismus im Kloster in den neunziger Jahren des 16. Jhs., als sogar die Äbtissin Susanna von Oberburg wegen Ketzerei verurteilt und abgesetzt wurde. In dieser Zeit kam auch der aquileiische Patriarch Francesco Barbaro nach Münkendorf, der in der Äbtissinnenzelle eine genaue Untersuchung durchführte und viele ketzerische Bücher beschlagnahmte.
Von der Teilnahme der münkendorfischen Untertanen bei den Bauernaufständen ist bis heute sehr wenig bekannt, denn es ging ihnen viel besser als den Untertanen anderer adliger Domänen in der Nachbarschaft.
Die Türken kamen nur einmal nach Münkendorf und zwar Anfang Juni 1471. Das Kloster wurde beraubt und die Schwestern sollten durch das Tucheiner Tal in die Knechtschaft geführt worden sein.
Die Gallenberger waren seit der Gründung die Erbvogte des Klosters. Dieses Recht wurde ihnen während des 14. Jhs. mehrmals bestätigt. Trotzdem kam es öfter - besonders aber seit 1520 - zu heftigen Konflikten und Klagen zwischen beiden Seiten. Schließlich wurde der Streit mit dem Schiedsspruch Kaiser Leopolds vom Jahr 1681 beendet.
Das Kloster wurde während 1682 und 1686 fast vom Grund auf renoviert und galt damals als "das schönste Kloster des Herzogtums Krain".
Das Kloster wurde mit dem Dekret Kaiser Josefs II. Im Jahre 1782 aufgelöst und die Klarissinnen nach Michelstetten gebracht.


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